IP-Telefonie

Die Vermittlung von Telefonaten ist auch in Computernetzwerken eine wesentliche Aufgabe. Da aber viele private Nutzer über DSL mit dem Internet verbunden sind, für die sich die IP-Adresse häufig ändert, scheidet die IP-Adresse selbst direkt als „Telefonnummer“ für die Kontaktaufnahme zu den VoIP-Telefonen aus. Ein Vermittlungsdienst in Form eines Servers übernimmt diese Aufgabe und ermöglicht die Telefonie auch bei sich ändernden IP-Adressen der IP-Telefone.

    * VoIP-Telefone melden sich beim Server an, daher kennt der Server die aktuelle IP-Adresse der Telefone.
    * Mit Hilfe der IP-Adresse des Telefons, die dem Server (zum Beispiel SIP-Server) bekannt gemacht wurde, kann er die Vermittlung übernehmen und das IP-Telefon klingelt dann in Abhängigkeit von dieser IP-Adresse (also an einem beliebigen Ort in der Welt, wenn sich das IP-Telefon von dort aus beim Vermittlungsserver über das Internet registriert hat).
    * die Kommunikation zwischen den IP-Telefonen kann dann unabhängig vom Server erfolgen.
    * es gibt kommerzielle Dienste, die zugleich mit einem Account für den Vermittlungsserver auch ein lokales Telefon anbieten, welches zugleich über das Festnetz erreichbar ist. Die IP-Telefonate sind in der Regel kostenlos.

Verbreitete Signalisierungsprotokolle sind:

    * SIP – Session Initiation Protocol, IETF RFC 3261
    * SIPS – Session Initiation Protocol over SSL, RFC 3261
    * H.323 – Packet-based multimedia communications systems, ein ITU-T-Standard
    * IAX – Inter-Asterisk eXchange protocol
    * ISDN over IP – ISDN/CAPI-basierendes Protokoll
    * MGCP und MeGaCo – Media Gateway Control Protocol H.248, gemeinsame Spezifikation von ITU-T und IETF
    * MiNET – von Mitel
    * Skinny Client Control Protocol – von Cisco (nicht zu verwechseln mit SCCP (Q.71x) der ITU-T)
    * Jingle – Erweiterung des XMPP Protokolls, begründet durch Google Talk